© Janina Janke
© Daniela del Pomar
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Böse Häuser

Turbo Pascal

Sophiensaele Berlin, 2017

for English see below

"Man meint, wenn das Denken über den gewöhnlichen Kreis der Vorstellungen hinausgehe, so gehe es zu bösen Häusern." (Hegel)

Die Frage ist immer, und gerade jetzt: Wie gehen wir mit denen um, die es anders sehen? Was sind Gedankengänge oder -gebäude, bei denen wir noch mitgehen oder auf die wir eingehen können?  Welchen Denk- oder Sprechweisen erteilen wir eine klare Absage oder gehen in den Widerstand? Und welches Denken sind wir gewöhnt, als böse zu labeln?
Denke in der kommenden Stunde durch und durch egoistisch. Oder konservativ. Denke auch intensiv über deine Vergänglichkeit nach. Glaube an deine Überlegenheit gegenüber anderen, auch gegenüber Tieren. Versuche, in den anderen um dich herum Ungläubige zu sehen. Versuche den Satz, Merkel solle sich erstmal um die Menschen im eigenen Land kümmern, zu verstehen, ohne Verständnis zu haben. Lehne dich dabei auf deinem Stuhl weit nach vorne. Sage dir immer wieder: Alles ist eine Frage der Perspektive.

In Böse Häuser veranstaltet Turbo Pascal Gedankenexperimente mit sich selbst und dem Publikum: Es sind Experimente im Um- und Andersdenken, im Überprüfen und Einstürzen eigener Gedankengebäude, im Verstärken oder Umdrehen von Glaubenssätzen, im Betreten und Verlassen anderer - möglicherweise böser - Vorstellungswelten. In einer Zeit, in der sich Denkräume im Netz und in der Nachbarschaft scheinbar stärker voneinander abgrenzen und verfestigen, betreibt Turbo Pascal ideologische Denkübungen und Gedankengymnastik: Wie beweglich wollen wir sein?

KONZEPT Turbo Pascal VON UND MIT Bettina Grahs, Friedrich Greiling, Angela Löer, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke MUSIK Friedrich Greiling AUSSTATTUNG Janina Janke REGIEASSISTENZ Lena Mallmann

Eine Produktion von Turbo Pascal in Koproduktion mit Theater Rampe Stuttgart und SOPHIENSÆLE. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Fonds Darstellende Künste e.V. Medienpartner: taz. die Tageszeitung 

Wir bedanken uns herzlich bei Muriel Gerstner für ihre Inspiration zu den bösen Häusern durch ihre Publikation Zu bösen Häusern gehen - Number Nine Barnsbury, Soho (2007), allen TestzuschauerInnen für ihre Zeit, dem Dramaturgie-Team der Sophiensaele, dem Theaterdiscounter für die gute Probeatmosphäre und Martin Stiefermann.

Premiere 28.11.2017
Gastspiel @ Theater Rampe, Stuttgart Februar 2018
Einladung zum Stückemarkt/ Theatertreffen, Haus der Berliner Festspiele Mai 2018

 

 

Böse Häuser

In the coming hour, think completely egotistically! Believe in your superiority over others and over animals! Try to see non-believers in the people around you. Tell yourself repeatedly: everything is a matter of perspective!

In Böse Häuser Turbo Pascal stages a thought experiment with the audience and themselves: experiments in rethinking and thinking differently, in strengthening or reversing doctrines, in entering or exiting different and possibly evil conceptual worlds.

CONCEPT Turbo Pascal BY AND WITH Bettina Grahs, Friedrich Greiling, Angela Löer, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke STAGE, COSTUMES Janina Janke MUSIC Friedrich Greiling LIGHT Fabian Stemmer ASSISTANT DIRECTOR Lena Mallmann

A production by Turbo Pascal in co-production with Theater Rampe Stuttgart and SOPHIENSÆLE.  Funded by the senate department for culture and Europe and the Fonds Darstellende Künste e.V. Media partner: taz. die tageszeitung

Premier 28.11.2017
further shows @ Theater Rampe, 
February 2018
invitation @ Stückemarkt/ Theatertreffen, Haus der Berliner Festspiele, May 2018