Laubenganghaus © Julie Rüter
Lobetal © Julie Rüter
Bauhaus Bundesschule © Julie Rüter
Nebenstelle Heeresbekleidungsamt © Julie Rüter

ANKOMMEN bauen wohnen leben

Heimatmuseum Bernau - Fonds Stadtgefährten

Bernau bei Berlin, 2016 - 2018

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Mit dem Projekt „ANKOMMEN bauen wohnen leben“ thematisiert das Heimatmuseum Bernau gemeinsam mit den Künstlerinnen Janina Janke und Julie Rüter die Stadt Bernau als stetig wachsende Kommune im Umfeld von Berlin. Einwanderung und Zuzug sowie die Veränderungen, die sie mit sich bringen, fordern zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Wohnort auf. Das Museum begibt sich hierfür hinaus in die Stadt, um gemeinsam mit ihren Bewohnern und anderen Institutionen nach ihrer Geschichte, Gegenwart und möglichen Zukunft zu fragen. In vier künstlerischen Auseinandersetzungen werden vier verschiedene Bebauungen untersucht, die Bernau prägen und Schlaglichter auf seine Geschichte werfen: die zweigeschossigen Plattenbauten im mittelalterlichen Zentrum der Stadt, die von Gustav Lilienthal noch vor dem ersten Weltkrieg für Lobetal entwickelten "zerlegbaren Häuser", ein Schul- und Internatskomplex des Bauhaus-Architekten Hannes Meyer und das ehemalige Heeresbekleidungsamt, das zur Zeit des Nationalsozialismus errichtet wurde. 

Für jede künstlerische Episode soll eine spezifische Form der Annäherung gewählt werden, die abgestimmt ist auf die Besonderheiten der jeweiligen Architektur. Janina Janke und Julie Rüter arbeiten dazu mit ortsspezifischen Partnern und Protagonisten zusammen, um auf bestehendem Wissen und Erfahrungen aufbauen zu können. So ist beispielsweise geplant, in Kooperation mit der örtlichen Wohnungsbaugesellschaft Heimkino Abende zu organisieren, mit Nutzern und Nachbarn des Bauhaus-Gebäudes unter Anleitung eines Komponisten ein Klangkollektiv zu bilden oder auf dem Gelände des ehemaligen Heeresbekleidungsamtes eine Traumstadt aus Modellhäusern entstehen zu lassen, in der Bernauer/innen ihre Zukunftsvisionen erproben können.

Über die gemeinsame Arbeit an einem Thema sollen  Verknüpfungen zwischen Menschen und Institutionen vor Ort entstehen, die über die temporären Kunstaktionen hinaus weiter wirken und das Heimatmuseum als zentralen Kommunikations- und Knotenpunkt etablieren.

Laufzeit: Juni 2016 - Juni 2018

Träger: Stadt Bernau bei Berlin
Leitung: Janina Janke und Julie Rüter
Partner: AWO Kreisverband, Verein Baudenkmal Bundesschule Bernau, WOBAU Bernau, BeSt Bernauer Stadtmarketing, Filmmuseum Potsdam Babelsberg und weitere
Gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

 

 

ARRIVING – building dwelling living

Heimatmuseum Bernau – financed through the City Companions fund

The project “ARRIVING – building dwelling living” by the Heimatmuseum Bernau focuses on the expanding communities located on the outskirts of Berlin. In view of immigration, new arrivals and the changes they bring, more and more people are asking themselves what one’s “hometown” means to them. In this project, the museum teams up with local residents and institutions to examine the history, present situation and possible future of their city. In four artistic events, the project will investigate four types of buildings which shape the character of Bernau and shed light on its history: the two-storey pre-fab apartment blocks in the medieval centre of town, the worker’s housing settlement from the 1920s, a boarding school complex designed by the Bauhaus architect Hannes Meyer and the former military clothing and equipment facility built during the Nazi years.

A specific form of investigation will be chosen for each artistic episode, each matched to the buildings’ unique architectural features. Two women artists are collaborating with site-specific partners and protagonists in hopes of building on their existing knowledge and experience. For example, in cooperation with the local housing association, they plan to organise film presentations in living rooms throughout Bernau. Another project will form a sound collective with users and neighbours of the Bauhaus building under the direction of a composer. And another plans to create a “city of dreams” consisting of model houses on the grounds of the former military clothing facility where Bernau’s residents can design their personal visions of the future.

Through the mutual examination of specific topics, the residents and local institutions will forge new connections which will continue to have an impact after the temporary artistic actions have concluded and establish the Heimatmuseum as a central point of communication and contact.

June 2016 - June 2018

Institution: City of Bernau bei Berlin
Project Managers: Janina Janke und Julie Rüter
Partners: AWO Kreisverband, Verein Baudenkmal Bundesschule Bernau, WOBAU Bernau, BeSt Bernauer Stadtmarketing and others

Supported by the City Companions fund of the Federal Cultural Foundation