8 Stunden (mindestens)

ein Schlaflabor für die Müdigkeitsgesellschaft

Sophiensaele Berlin, 2013

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Schauen Sie ständig auf die Uhr? Sprechen, gehen, essen Sie schneller als andere? Leiden sie unter Zählzwang? Sind sie im Traum müde oder gelangweilt?

Hier sind Sie richtig: Diese Stunden werden die ineffizientesten Ihres Lebens. Für jede Besucher_in steht ein Bett bereit. Wir erforschen das gemeinsame Müde-Sein und unsere Kollektiv-Träume. Wir studieren schlummernde Gesichter und schlafwandeln durch das nächtliche Berlin. Unser Schlafverhalten ist sozial geprägt: wann und wo wir einschlafen, wie oft und wie lange wir schlafen. Was erzählen unsere Träume und unsere Art zu Schlafen von der Gesellschaft in der wir leben?

Die Tageswissenschaften Medizin, Neurobiologie und Psychologie dringen langsam in das unbekannte Gebiet des Schlafs und der Träume vor. In Magnetresonanztomografen werden unsere nächtlichen Gehirnaktivitäten observiert und in Schlaf-Experimenten die Möglichkeiten erkundet, unsere Nachtstunden zu optimieren. Soll die Nacht zu einem weiteren Feld der Leistungssteigerung werden oder müssen wir unsere Müdigkeit wieder kultivieren und in die Öffentlichkeit integrieren, statt Erschöpfung und Regeneration wie bisher ins Private abzuschieben?

Turbo Pascal richtet im Festsaal ein Schlaf- und Müdigkeitslabor ein – einen Möglichkeitsort des gemeinsamen Müde-Seins. Hundert Menschen die sich zum Schlafen versammeln sind eine widerständige Zelle.

Konzept: Turbo Pascal

Von und mit: Golschan Ahmad Haschemi, Thorsten Bihegue, Verena Lobert, Veit Merkle, Frank Oberhäußer

Ausstattung: Janina Janke
Musik: Friedrich Greiling
Video: Gernot Wöltjen
Produktion/Dramaturgie: Margret Schütz
Regieassistenz: Charlotte Elsa Grief
Ausstattungsassistenz: Julia Bach
Foto: Andreas Hartmann

Aufführungen: 13./14./15./16.03.2013  jeweils um 21h, Sophiensaele Berlin Übernachtung möglich, Frühstück ab 7h. Bitte mitbringen: Zahnbürste, Schlafanzug und was man sonst noch braucht.

Eine Produktion von Turbo Pascal. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten.

 

Are you constantly looking at your watch? Do you walk, talk and eat faster than others? Do you suffer from compulsive counting? Are you tired or bored in your dreams? If so, you’re at the right place- these hours will be the most inefficient of your life. A bed is set out for each guest. We will explore our mutual weariness and our collective dreams. We will examine sleepy faces and sleepwalk through nocturnal Berlin – hundreds of people gathered together to sleep –a resistant cell.

Please be sure to bring a toothbrush, pyjamas and whatever you may need.

CONCEPT Turbo Pascal 
CREATED AND PERFORMED BY Golschan Ahmad Haschemi, Thorsten Bihegue, Verena Lobert, Veit Merkle, Frank Oberhäußer 

SCENOGRAPHY Janina Janke 
MUSIC Friedrich Greiling 
VIDEO Gernot Wöltjen 
COMPANY MANAGEMENT, DRAMATURGY Margret Schütz 
ASSISTANCE Julia Bach, Charlotte Elsa Grief
PHOTO Andreas Hartmann

Produced by Turbo Pascal. Funded by Hauptstadtkulturfonds and Regierender Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. In collaboration with TäF Charité and Kulturbüro SOPHIEN.